1688 OverseasSWITZERLAND

Praxisbeispiel

Eine offene Naht bei der Stichprobe im Lager

Ein Sichtprüfprotokoll verbindet einen Befund mit Stück, Karton und Foto. Die Versandfreigabe bleibt eine eigene Entscheidung.

Beispiel eines möglichen Ablaufs mit fiktiven Auftragsdaten.

Offerte anfragen

Ausgangslage

Im Lager stehen 60 Stoffetuis in drei Kartons mit je 20 Stück. Die vereinbarte Stichprobe umfasst zwei Stück pro Karton. Bei einem der sechs Etuis fällt eine offene Naht auf. Das Etui stammt aus Karton 2.

Ablauf und Freigaben

  1. Warenpartie und Kartons zuordnen

    Der Wareneingang ordnet die Partie dem Auftrag zu und vermerkt die Kennzeichnungen der drei Kartons im Prüfprotokoll.

    Das bestätigen Sie

    Aus dem Protokoll geht hervor, aus welchem Karton jedes der sechs Stichprobenstücke stammt.

  2. Den Umfang der Sichtprüfung festlegen

    Der Auftraggeber gibt das Referenzmuster, die Stichprobe und die Prüfpunkte Farbe und sichtbare Nähte vor.

    Das bestätigen Sie

    Die Prüfperson hält fest, dass der Befund die sechs entnommenen Stücke und die vereinbarten Sichtmerkmale betrifft.

  3. Den Befund mit Fotos zuordnen

    Die Prüfperson fotografiert die Kennzeichnung von Karton 2 und die offene Naht am Etui. Beide Bilder erhalten im Protokoll dieselbe Zuordnung zur Partie, zum Karton und zum Stichprobenstück.

    Das bestätigen Sie

    Der Auftraggeber kann die Detailaufnahme dem betroffenen Etui und dem richtigen Karton zuordnen.

  4. Zurückbehalten und separat entscheiden

    Das Lager kennzeichnet Karton 2 als zurückbehalten. Der Auftraggeber entscheidet anhand des Protokolls über eine Nachprüfung dieses Kartons und separat über die übrigen Kartons.

    Das bestätigen Sie

    Für jeden Karton wird festgehalten, ob er zurückbehalten, nachgeprüft oder zum Versand freigegeben werden soll.

Was im Protokoll steht

Zur Entscheidung stehen die Nachprüfung von Karton 2 und die separate Freigabe der beiden übrigen Kartons. Das Protokoll hält die Anweisung für jeden Karton fest.